Aromatherapie in der kalten Jahreszeit

Artikel für das Magazin „Kultur & Bildung“ des Burgenländischen Volksbildungswerks


Die Tage werden wieder kürzer und draußen wird es zunehmend kälter. Ein idealer Zeitpunkt um es sich daheim so richtig gemütlich zu machen und um Duftlampen und Kerzen wieder zu aktivieren. Doch was hat es eigentlich auf sich mit dem Riechen und worauf können Sie bei der Wahl Ihrer Düfte achten?


Wenn wir in unserem Zuhause eine Duftlampe mit einigen Tropfen eines ätherischen Öls verwenden, gelangen die Duftmoleküle direkt in unser Gehirn, genauer gesagt ins limbische System und wirken dort unmittelbar auf Gefühle, Erinnerungen und das vegetative Nervensystem. Düfte können uns entspannen, beruhigen und unsere Stimmung aufhellen aber auch aktivieren und unsere Konzentration steigern.


Körperanwendung

Aromatherapie bedeutet wörtlich übersetzt eine Behandlung mit Hilfe von Düften um die physische, mentale und emotionale Gesundheit zu erhalten und um Wohlbefinden zu erzeugen. Zur Anwendung sollen dabei ausschließlich 100 Prozent naturreine ätherische Öle statt synthetisch hergestellten Parfums und Duftstoffen gelangen da letztere zu Kopfschmerzen, Augenbrennen und allgemein zu Unwohlsein führen können. Die Qualität der ätherischen Öle spielt also eine wesentliche Rolle.

Zur Raumbeduftung an kalten Wintertagen eignen sich Zitrusdüfte ganz besonders denn diese wirken stark stimmungsaufhellend auf unsere Psyche. Orange und Mandarine bringen Wärme und ein Gefühl von Heimeligkeit, Zitrone wirkt zusätzlich stark Raumluft reinigend. Für Schnupfennasen empfehle ich dank ihrer antibakteriellen und antiviralen Wirkung Öle wie Ho-Blätter und Thymian Chemotyp Linalool. Ein besonderes Öl, das uns den Boden unter den Füßen nicht verlieren lässt ist die Atlas Zeder. Dieses Öl wirkt stärkend und gibt Mut, Kraft und Zuversicht.

Bitte beachten Sie bei der Verwendung ätherischer Öle immer auch mögliche Kontraindikationen, denn nicht jedes ätherische Öl ist für jeden geeignet. Beispielsweise können Zimt und Nelke, beides typische Weihnachtsdüfte, bei Schwangeren Wehen auslösend wirken und sollten auch von Kindern, Epileptikern und bei Bluthochdruck gemieden werden. Eine gute Alternative zu diesen starken Düften ist die Vanille. In Kombination mit Mandarine schafft sie ein wunderbares Gefühl von Geborgenheit und Wärme und ist ein idealer Winterduft für Groß und Klein.

Ätherische Öle können neben Nase zum Beispiel auch über die Haut mittels Massage, Einreibung, Bad oder Aromadusche in den Körper gelangen. Damit sich die ätherischen Öle gut am Körper verteilen lassen wird ein fettes Öl als Basis eingesetzt. Ätherische Öle werden prinzipiell nicht pur auf die Haut aufgetragen.


Körperanwendung

Ein Tipp für all jene die sehr stark unter der Finsternis in den kalten Herbst- und Wintermonaten leiden ist eine Fette-Öl-Kur. Fette Öle dienen nicht nur als Massageöle sondern bilden eine Grundvoraussetzung für Gesundheit, Wohlbefinden und psychische Stabilität. Vor allem die ungesättigten Fettsäuren in beispielsweise Leinsamenöl, Hanfsamenöl und Nachtkerzensamenöl spielen dabei eine wesentliche Rolle. Je ungesättigter die Fettsäure desto essentieller ist sie für unseren Körper. Da er diese essentiellen Fettsäuren nicht selbst bilden kann ist es notwendig sie von außen zu zuführen. Entweder als fixer Bestandteil unserer Ernährung oder kurmäßig eingenommen. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren haben neben einem positiven Einfluss auf unsere Psyche auch starke Wirkungen auf unseren Körper. Sie können beispielsweise die Cholesterinwerte verbessern, unser Immunsystem stärken und Erleichterung bei Allergien schaffen. Bitte achten Sie bei der Verwendung fetter Pflanzenöle stets auf eine native Qualität. Nativ bedeutet dass das Öl mechanisch (sehr schonend) gepresst ist, dass es sortenrein ist, nicht nachbehandelt wird, unraffiniert ist und eine Transparenz beim Warenfluss besteht.